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Metaebene: Was bei WoW gut ist

By Abalathes | August 9, 2012

Wer ist die Metaebene?

Nach beinahe fünf Jahren will ich einmal beschreiben, was mir an World of Warcraft gut gefallen hat. 

Landschaft

Zunächst einmal ist da die riesige Spielwelt, die es zwar zum Teil auch in anderen Spielen – sogar schon in den frühen Episoden von Ultima – gab, aber die im Großen und Ganzen schön ausgestaltet war. Ich fand landschaftlich gab es immer etwas zu entdecken und selbst in abgelegenen Gegenden auch immer wieder nette Details zu finden. Nicht selten habe ich daher Landschaftsaufnahmen und Stimmungs-Screenshots gemacht. Am meisten natürlich Sonnenuntergänge und Mondbilder, wobei ich allerdings das Gefühl habe, dass immer Vollmond war.

Grafik

Insbesondere in den letzten Jahren musste ich mir immer wieder anhören, dass die Grafik in World of Warcraft längst nicht mehr zeitgemäß wäre. Und sicher haben aktuelle Titel eine wesentlich realistischere und beeindruckendere Grafik, mit der WoW nur ansatzweise mithalten kann. Doch hat WoW durch das comichafte Setting den Vorteil, dass es nie versucht hat, wirklich realistisch zu wirken und genau deshalb wirkte WoW auch nie unrealistisch, da das Unrealistische ja erst auffällt, wenn es im direkten Vergleich zur Realität steht. Gut, es gab immer mal wieder einige Grafikfehler oder Landschaften, bei denen man aus der Fernsicht die Texturkacheln erkennen konnte, doch es kam selten vor, dass mich die Grafik so gestört hat, dass sie mich aus dem Spielerlebnis herausgebracht hätte. Im Gegenzug fand ich, dass WoW auch auf relativ schwachbrüstigen Computern stets flüssig lief.

Spielwelt

Die Spielwelt von Warcraft schien mir im Großen und Ganzen durchaus sinnvoll gestaltet. Ich muss gestehen, dass ich mir selten die Mühe gemacht habe, die genaue Motivation der einzelnen Rassen oder NSCs genau zu verstehen, doch nach dem, was ich am Rande mitbekommen habe, hat sich Blizzard wirklich bemüht, eine vernünftige Hintergrundstory zu entwickeln. Gut fand ich, dass die einzelnen Rassen wirklich unterschiedlich repräsentiert wurden und in unterschiedlichen und unterscheidlich gestalteten Gebieten starteten. Auch die Einteilung in zwei verfeindete Fraktionen war immer wieder eine Motivation, es denen von der anderen Seite mal richtig zu zeigen. Nicht umsonst habe ich darum einen PvP-Server zum Spielen gewählt. Dort war es gerade in den niedrigeren Stufen immer wieder nervenaufreibend, in den neutralen Gebieten und später sogar im Gebiet des Feindes unterwegs zu sein. Dinge, wie meine Fahrt mit der Tunnelbahn, wurden so zu einem bleibenden Erlebnis. Zu Beginn war es sehr spannend, die Welt zu entdecken und wegen der eher geringen Zahl an Flugpunkten war sie da auch noch viel größer als jetzt.

Motivation

Wie in den meisten Rollenspielen ist die Grundmotivation neben dem eigentlichen Spiel, den eigenen Charakter immer weiter zu verbessern. Eine Tätigkeit, die ich auch beständig versucht habe, ohne als Casual jemals Gefahr zu laufen, komplett ausgestaltet zu sein. Sehr schön fand ich auch die Idee mit den Berufen, die man gut als Nebenhandlung ins Spiel einbauen konnte, wenn man es wollte. Das später dazu gekommene Erfolgssystem ist zwar bei Licht betrachtet völlig unnütz, hat mich aber, wie sicher Millionen andere Spieler auch, immer wieder dazu gebracht, irgendeinen Unsinn dann d0ch mal schnell zu tun. Alles in allem gab es immer genügend Dinge, die zu tun waren, so dass ich nie das Gefühl hatte, kein Ziel mehr offen zu haben. Von den Hardcorespielern habe ich allerdings immer wieder gelesen, dass diese irgendwann alle Dinge erledigt hatten und eigentlich nur noch auf das Erscheinen der nächsten Erweiterung gewartet haben.

Balancing

Über das Balancing fällt es mir natürlich schwer, etwas zu schreiben, da ich dazu zu Casual gespielt habe, um das profund zu beurteilen. Beim Lesen anderer Blogs las ich immer wieder davon, dass bestimmte Klassen bevorteilt oder benachteilt wären. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass sich das nicht so oft gewechselt hat. Im Kampf eins gegen eins aus der Sicht eines Hexenmeisters waren Begegnungen mit den feindlichen Rassen eigentlich immer gleich erfolgsversprechend. Schurken konnten mich immer mit ein oder zwei Hits töten, ebenso wie die Magier. Sofern ich es nicht geschafft habe, rechtzeitig und dauerhaft meine Furchteffekte einzusetzen, endeten diese Kämpfe meist mit meinem Tod. Im Geisterzustand habe ich dann zugesehen, wie der Gegner an meinen Dots zugrunde geht und habe dann den Seelenstein benutzt. Alles was Plattenrüstung trug, insbesondere den Paladin, habe ich dagegen schwerer tot gekriegt und habe darum oft den Kürzeren gezogen. Alle anderen Klassen schienen mir gut beherrschbar. Ich habe jedoch immer vermutet, dass jede Klasse ihre eigenen Lieblingsgegner hat.

Im Spiel PvE hingegen fand ich, dass der Hexenmeister durchaus seine Vorteile hatte, da die Dots und Dämonen die Arbeit mit den Gegnern alleine übernahmen und man in der Zwischenzeit bereits andere Dinge erledigen konnte. Außerdem schaffte man es meist immer noch problemlos abzuhauen, wenn man sich bei all der Leichtigkeit doch einmal übernommen hatte.

Abschluss

Das ist jetzt das, was mir spontan einfällt. Eventuell seht ihr das ja anders oder euch fallen noch Punkte ein, die ich ergänzen könnte. Über Hinweise bin ich natürlich dankbar.

Topics: Uncategorized | 3 Comments »

3 Responses to “Metaebene: Was bei WoW gut ist”

  1. Leome Says:
    August 13th, 2012 at 02:24 pm

    Mir geht es ähnlich wie dir, ich liebe die Grafik und die Landschaften, irgendwas zu tun habe ich fast immer gefunden, ich mag dieses Spiel einfach.

    Als kleine Ergänzung höchsten: Mir gefällt Blizzards Humor sehr. Sie haben eine ordentliche Portion Selbstironie, die ich einfach liebe. Männlichen Blutelfen als Jungfrauen retten, ein Druide, der nicht weiß, was er tut oder Paladine, die nur rumstreiten. Großartig. :-D

  2. Tivar Says:
    August 25th, 2012 at 11:28 pm

    Die immer leichter werdenen Raids und das sagen wir mal “verrückte” Arena Balancing haben mich schon zwei Mal dazu gebracht mit WoW aufzuhören. Nach 5-6 Monaten zog es mich dann aber wieder zurück :D

    Erfolge motivierten mich nur für kurze Zeit, jetzt ist es hauptsächlich das Auktionshaus das mich die letzten Wochen bis MoP bei laune gehalten hat^^

  3. Kai Says:
    August 27th, 2012 at 08:36 am

    Ich schließe mich Dir und Leome da mal voll an.

    Zu: “doch nach dem, was ich am Rande mitbekommen habe, hat sich Blizzard wirklich bemüht, eine vernünftige Hintergrundstory zu entwickeln.”

    Lies die mal die Geschichte von Warcraft auf http://eu.battle.net/wow/de/game/lore/#story-so-far/
    durch, dann wießt Du erst, wie umfangreich und komplex die Geschichte ist.